Ich kann es kaum glauben, aber ich bin wirklich in Rio de Janeiro. Ist das zu fassen?
Die 23h Busfahrt habe ich gut überstanden. Sogar die Wegbeschreibung des Hostels habe ich gefunden. Bin vom Busterminal in den örtlichen Bus gestiegen, der dann auch an der richtigen Station gehalten hat und den Rest zu Fuß. Also alles bestens. Und ich habe kein Taxi benötigt. Ich entwickle mich ja noch zu einem echten Backpacker :-)
Bitte nicht neidisch werden, aber hier ist es 32 Grad und purer Sonnenschein. Mein Hostel liegt im Stadteil Copcapana und ist nur 5 Minuten vom Strand entfernt. Da bin ich heute natürlich erst mal entlanggelaufen und hatte meine Füße im Meereswasser.
Habe ganze 5 Tage hier. Werde nun mal schauen, was es hier alles zu erkunden gibt.
Sonntag, 22. November 2009
Freitag, 20. November 2009
Foz do Iguazu (Brasilien)
Nachdem ich gestern die argentinische Seite der Iguazu Wasserfälle bestaunen konnte, habe ich mir diese heute von Brasilien aus angesehen. Hier hat man eine etwas andere Sicht auf die Fälle. Man kann vielmehr das Gesamtbild dieses Naturspektakels auf sich wirken lassen.
Auch am zweiten Tag hat die Faszination dieser Naturgewalt mich fest im Bann.
Die tosenden Wassermassen, die mit einer riesigen Geschwindigkeit und einem wuchtigen Rauschen direkt vor meinen Augen heruntergleiten.
Der Name der Wasserfälle stammt übrigens von den Guarani-Indianern, in deren Sprache Yguazu “großes Wasser” bedeutet.
Bei den Wasserfällen kann man Millionen von Schmetterlingen und viele Vögel bewundern. Ich habe noch nie so viele Schmetterlinge gesehen. Sie sind überall. Es ist wunderschön anzusehen.
Die aufsteigende Feuchtigkeit durch die Fälle ist die Ursache für eine unglaublich reiche Vegetation.
Donnerstag, 19. November 2009
Iguazu Wasserfälle (Argentina)
Die undendliche Weite und die Kraft des Wassers sind kaum fassbar. Die Wasserfälle erstrecken sich über Argentinien und Brasilien und liegen innerhalb eines Nationalparks. Man ist also mitten im Urwald.
Ich war heute auf der argentnischen Seite, wo sich der Großteil der Fälle erstreckt.
Ich habe ja schon die Niagara Fälle gesehen, aber das hier ist noch beeindruckender. Die Iguazu Fälle sind breiter als die Viktoria höher als die Niagara Fälle. Die Fälle wurden 1984 (Argentinien) und 1986 (Brasilien) zum UNESCO-Welterbe ernannt.
Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu 82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch. Die Wassermenge an den Fällen schwankt von 1500 m³/s bis über 7000 m³/s. Die Zahlen können das nur annähernd zum Ausdruck bringen, was man da sieht und überlebt.
Wir sind mit dem Boot ganz nah an die Fälle gefahren und waren danach durch und durch nass. Aber es ist der Wahnsinn.
Bei diesen Anblicken bin ich immer wieder erstaunt, wie großartig die Natur ist, ohne dass der Mensch eingreift. Und dann überkommt mich das Staunen und die Ehrfurcht von der Mutter Natur. Dagegen wirken wir Menschen so klein.
Montag, 16. November 2009
Warten in Salta
Die letzten Tage waren doch etwas anstrengend, aber ich habe viel gesehen.
Und nach meinen Aufenthalten in Jugendherbergen habe ich mir nun mal ein Hotel gegönnt. Das kostet umgerechnet 30 EUR pro Nacht und nicht wie sonst in den Hostels 8 bis 12 EUR. Das letzte in Purmamarca hat gerade mal 5 EUR gekostet. Kann man sich in Deutschland gar nicht vorstellen, oder?!
Ihr glaubt gar nicht, wie schön es ist, mal wieder ein Bad im Zimmer (nicht quer über den Hof gehen zu müssen) und etwas Privatsphäre für sich zu haben.
Ich bin nun übrigens auch schon für das tropische Klima für die Wasserfälle gerüstet, jedenfalls was die Insektenstiche anbelangt. In meinem Zimmer hat gestern Nacht eine Stechmücke oder Moskito oder sonst was sein Unwesen getrieben. Meine rechte Gesichstshälfte ist jedenfalls mit roten Stichen versehen und meine Arme auch. Sieht aus wie ein übler Ausschlag. Toll...aber es gibt ja Schlimmeres :-)
Hier werden die meisten Spielfilme im Original (also meist englisch) gezeigt mit spanischem Untertitel. Ist als super, um Spanisch und Englisch zu lernen.
Mittwoch, 11. November 2009
Privattour nach Cafayate
In Tucuman habe ich Marion, eine nette Holländerin, kennengelernt. Sie wollte auch als nächstes den kleinen Ort Cafayate besuchen.
So haben wir beide die vom Hostel angebotene Tour dorthin gebucht. Am nächsten Tag früh um 8 Uhr sollte es los gehen.
Anders als sonst von den Argentiniern eher Verspätungen gewohnt, war unser Fahrer schon um 7:30 da und wir mussten uns sputen.
Eigentlich dachten wir, wir würden in einem kleinen Bus mit noch anderen Reisenden durch die Landschaft bis nach Cafayate fahren. Aber es waren nur Marion und ich und das Privatauto unseres Fahrers.
Es war auf jeden Fall lustig mit unserem privaten Führer, der lediglich Spanisch konnte und ich versucht habe mit meinen paar Spanischkenntnissen eine Art Konversation zu führen. Aber irgendwie klappt es ja immer. Er war wirklich sehr bemüht um uns.
Die Fahrt von Tucuman nach Cafayate führt durch tolle Landschaften. Hier kann man sämtliche Vegetationsstufen beobachten. Aus der Ebene geht es durch subtropische Wälder in die Anden.

Plötzlich wird die Baumgrenze überschritten und man erreicht die schöne Landschaft rund um Tafi de Valle.
Auf der langsamen Abfahrt ins Hochtal geht es durch Unmengen von Kakteen und dann tauchen schöne mehrfarbige Hügel auf.

Als ein Highlight der Provinz Tucuman wurde uns der Parque de los Menhires angepriesen, wo wir Halt gemacht haben.
Das Wort Menhir kommt aus dem Gälischen und bedeutet hoher (hir) Stein (men). Es handelt sich dabei um von Menschenhand bearbeitete Monolithen, die von den Bewohnern des Tales während der Zeit der Tafí-Kultur geschaffen wurden
Ursprünglich waren sie über das gesamte Tal verstreut, wurden aber auf Anordnung der Militärregierung im Parque de los Menhires zusammengefasst.
Die Steine befinden sich in einem archäologischen Freiluftmuseum, wo sie etwas lieblos auf einem Rasen aufgestellt sind. Sie wurden völlig aus dem ursprünglichen Zusammenhang gerissen und sind in einer bedrohlichen Masse der Witterung ausgesetzt, so erzählte uns die ortskundige Führerin.
Ein weiteres Highlight waren die Quilmes Ruinen.
Die Ruinen sind eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Argentiniens. Die Befestigungsanlage wurde vom gleichnamigen Indianerstamm (Quilmes (Volk)) erbaut, um gegen die angreifenden Spanier zu widerstehen, was jedoch am Ende nicht gelang, da die Spanier deren Felder anzündeten und sie so lange hungern ließen, bis der Indianerstamm schließlich aufgeben musste.
Der größte Teil der Anlage liegt an einem Berghang in einer Nische, wo die gute Übersicht in kriegerischen Auseinandersetzungen entscheidend war.
Die Ruinen von Quilmes wurden im vergangenen Jahrhundert von einem Archäologen der Universidad de Buenos Aires, entdeckt. Die Restaurierung der Anlage begann 1978 durch eine Forschergruppe.
Heute wird kritisiert, dass die dabei angewendeten Kriterien eher touristisch als anthropologisch anmuten, was durch Flyer, die man beim Besuch der Ruinen in die Hand gedrückt bekommt, zum Ausdruck gebracht wird.
Letztlich erreichten wir dann das schöne Städtchen Cafayate, wo wir in einem sehr netten Hostel übernachteten.
So haben wir beide die vom Hostel angebotene Tour dorthin gebucht. Am nächsten Tag früh um 8 Uhr sollte es los gehen.
Anders als sonst von den Argentiniern eher Verspätungen gewohnt, war unser Fahrer schon um 7:30 da und wir mussten uns sputen.
Eigentlich dachten wir, wir würden in einem kleinen Bus mit noch anderen Reisenden durch die Landschaft bis nach Cafayate fahren. Aber es waren nur Marion und ich und das Privatauto unseres Fahrers.
Es war auf jeden Fall lustig mit unserem privaten Führer, der lediglich Spanisch konnte und ich versucht habe mit meinen paar Spanischkenntnissen eine Art Konversation zu führen. Aber irgendwie klappt es ja immer. Er war wirklich sehr bemüht um uns.
Die Fahrt von Tucuman nach Cafayate führt durch tolle Landschaften. Hier kann man sämtliche Vegetationsstufen beobachten. Aus der Ebene geht es durch subtropische Wälder in die Anden.
Plötzlich wird die Baumgrenze überschritten und man erreicht die schöne Landschaft rund um Tafi de Valle.
Auf der langsamen Abfahrt ins Hochtal geht es durch Unmengen von Kakteen und dann tauchen schöne mehrfarbige Hügel auf.
Als ein Highlight der Provinz Tucuman wurde uns der Parque de los Menhires angepriesen, wo wir Halt gemacht haben.
Das Wort Menhir kommt aus dem Gälischen und bedeutet hoher (hir) Stein (men). Es handelt sich dabei um von Menschenhand bearbeitete Monolithen, die von den Bewohnern des Tales während der Zeit der Tafí-Kultur geschaffen wurden
Ursprünglich waren sie über das gesamte Tal verstreut, wurden aber auf Anordnung der Militärregierung im Parque de los Menhires zusammengefasst.
Die Steine befinden sich in einem archäologischen Freiluftmuseum, wo sie etwas lieblos auf einem Rasen aufgestellt sind. Sie wurden völlig aus dem ursprünglichen Zusammenhang gerissen und sind in einer bedrohlichen Masse der Witterung ausgesetzt, so erzählte uns die ortskundige Führerin.
Ein weiteres Highlight waren die Quilmes Ruinen.
Die Ruinen sind eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Argentiniens. Die Befestigungsanlage wurde vom gleichnamigen Indianerstamm (Quilmes (Volk)) erbaut, um gegen die angreifenden Spanier zu widerstehen, was jedoch am Ende nicht gelang, da die Spanier deren Felder anzündeten und sie so lange hungern ließen, bis der Indianerstamm schließlich aufgeben musste.
Der größte Teil der Anlage liegt an einem Berghang in einer Nische, wo die gute Übersicht in kriegerischen Auseinandersetzungen entscheidend war.
Die Ruinen von Quilmes wurden im vergangenen Jahrhundert von einem Archäologen der Universidad de Buenos Aires, entdeckt. Die Restaurierung der Anlage begann 1978 durch eine Forschergruppe.
Heute wird kritisiert, dass die dabei angewendeten Kriterien eher touristisch als anthropologisch anmuten, was durch Flyer, die man beim Besuch der Ruinen in die Hand gedrückt bekommt, zum Ausdruck gebracht wird.
Letztlich erreichten wir dann das schöne Städtchen Cafayate, wo wir in einem sehr netten Hostel übernachteten.
Dienstag, 10. November 2009
Tucuman bei Nacht
Das argentinische 'after-Siesta' Nachtleben hat nun begonnen. Der Argentinier geht shoppen, trifft sich mit Freunden auf ein Eis oder einen Kaffee.
Ewas später so gegen 22 Uhr geht man dann essen. Gegen 23 Uhr sind die Restaurants dann alle voll und die Argentinier genießen ihr Stück Steak in einer Parilla (so nennt man Restaurants, die Grillfleisch als Spezialität anbieten) bei einem leckeren Glas Rotwein.
Wir waren zwar nicht in einer Parilla essen, denn das Hostel hat für uns Abendessen gegen 22 Uhr gekocht. Aber es war mindestens genauso lecker. Und der Wein war auch köstlich. Es hat sich irgendwie ergeben, dass wir nur Frauen waren. Wir waren eine lustige Runde (Argentinien, Spanien, Israel, Holland, Deutschland).
Bei Nacht sind die Gebäude alle beleuchtet. Man meint, man wäre irgendwo in Spanien, Rom oder Frankfreich. Es ist wunderschön anzusehen.
San Miguel de Tucumán
Gestern noch habe ich in Cordoba 30 Grad Hitze genossen und jetzt friere ich bei 16 Grad und Regen in Tucuman. Das Wetter hier ist wirklich wechselhaft. Morgen soll schon wieder die Sonne scheinen bei 28 Grad.
Vor meiner Stadterkundung habe ich mich noch mit Pizza gestärkt. Auf dem Foto sind zu sehen Argentinier und eine Israelin von meinem Hostel. Wann sieht man schon mal so eine internationale Mischung?!
Tucuman, heißt offiziell San Miguel de Tucuman, aber jeder nennt die Stadt einfach Tucuman. Es ist die Hauptstadt der kleinsten argentinischen Provinz Tucuman mit ca. 800.000 Einwohnern. Genau so könnte man stolz sagen, dass Tucuman die größte Stadt Nordwestargentiniens ist oder aber die fünftgrößte Stadt Argentiniens.
Wie anscheinend in allen größeren Städte gibt es auch hier einen 'Plaza Independencia', Straßen mit identischen Namen wie 'Montevideo', 'de Mayo', 'Belgrano', etc...
Berühmt ist Tucuman aber für die Casa de Independencia, wo 1816 die argentinische Unabhängigkeit ausgerufen wurde.
Bislang habe ich die berühmte 'Siesta' in den Städten, wo ich war, noch nicht erlebt. Aber hier wird das wirklich gelebt. Von 13 bis 17 Uhr sind die Geschäfte geschlossen. Man meint, die Stadt sei ausgestorben.
Dafür ist hier dann nachts noch viel los. Die Restaurants füllen sich in Argentinien sowieso erst so richtig ab 22 Uhr. Dann geht der Argentinier was essen.
Ihr werdet es nicht glauben, aber so langsam habe ich mich daran gewöhnt.
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